Die EU unterstützt die Einrichtung kostenloser öffentlicher Wi-Fi-Hotspots in Städten und Gemeinden: auf öffentlichen Plätzen sowie in Rathäusern, Parks, Bibliotheken und anderen öffentlichen Räumen.

Das Projekt

  • Umfang: 120 Mio. Euro
  • Für 6.-8.000 Gemeinden in ganz Europa
  • In KW 37 wird das Projekt in Straßburg vom Europäischen Parlament beschlossen und ab 01. November wirksam.
  • Ab 15. November werden den interessierten Gemeinden die genauen Bedingungen und Einreichunterlagen auf einer Homepage zur Verfügung gestellt.
  • Gefördert wird die Errichtung von WLAN Hotspotts in den Gemeinden sowie der Betrieb dieser Anlagen für drei Jahre. Nicht gefördert werden die laufenden Kosten des Providers. (Flatrate)
  • Die Förderansuchen werden ab dem 01.01.2018 nach dem Prinzip
    first come, first serve“ angenommen. Das bedeutet, dass Förderansuchen so lange angenommen werden, bis die 120 Mio. Euro aufgebraucht sind.
  • Es wird einen Schlüssel bezüglich der Verteilung der 120 Mio. Euro auf die einzelnen EU Mitgliedsstaaten geben.
  • Förderung wird unbürokratisch mit einem Gutschein ausbezahlt, den man an die Firma die das Projekt abwickelt weiterreichen kann.

Beispiel Linz

Hr. Mag. Forstmeister, Vizebürgermeister aus Linz erläutert den Einsatz von WLAN. Linz definiert den Zugang zu WLAN als digitales Gemeingut und damit als Teil der Daseinsvorsorge wie Wasser und Strom.

  • Daher der Anspruch, allen BürgerInnen eine Grundversorgung zur Verfügung zu stellen
  • Start 2004 mit 12 Hotspotts, zurzeit 225 Hotspots
  • Bereiche der Hotspots: öffentliche Plätze, Parks, Haltestellen, Parks, Schulen, Badeseen, Museen, Plätze öffentlichen Interesses und Straßenbahnen.
  • Die Nutzung ist als Grundversorgung gedacht und hat eine Bandbreite von 4 Mbit, um damit das Herunterladen von Filmen oder das Spielen von Internetgames zu verhindern.
  • Linz bietet in diesem Zusammenhang seinen BürgerInnen auch kostenlosen Web-Space auf einem gemeindeeigenen Server an.
  • Durch das öffentliche WLAN konnten auch diverse interne Serviceleistungen App – basierend verbessert werden. (Steuerung der Straßenbahnen)
  • Größte Nutznießer sind der Tourismus und das open Government
  • Ziel von Linz: SMART City.
  • Kosten: In Linz hat die Errichtung pro Hotspot ca. 1.000,- Euro gekostet

Meine persönliche Conclusio:

Öffentliches WLAN macht Klosterneuburg lebenswerter

  • Zugang zu kostenlosem WLAN ist in der heutigen Zeit Teil der Daseinsvorsorge

„Daseinsvorsorge ist die durch den Staat und die Kommunen sicherzustellende gemeinwohlorientierte Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen (einschließlich der Infrastruktur), die für eine zeitgemäße Lebensführung unerlässlich sind.“

  • Klosterneuburg sollte die Grundversorgung sicherstellen
  • Wenn wir den Tourismus fördern wollen, brauchen wir eine Grundversorgung mit WLAN

ToDos:

  • Es muss rasch gehandelt werden, weil ab dem 15. November die Unterlagen bereitliegen und schon am 1. Jänner 2018 die Abgabefrist beginnt.
  • Ein Konzept bezüglich der Standorte muss zwischen den politischen Akteuren erarbeitet werden.
  • Ein zukünftiger Betreiber der Anlage muss gefunden werden.
  • Eine Kostenschätzung der laufenden jährlichen Kosten sollte erarbeitet werden
  • Ein Geschäftsmodell kann erarbeitet werden, um das System kostenneutral betreiben zu können.
  • Um zusätzliche Landesförderungen sollte angesucht werden. Für Schulen gibt es spezielle Förderungen.
  • Eine Imagekampagne der Stadtgemeinde Klosterneuburg könnte entwickelt werden, um die Bevölkerung über diese neue Serviceleistung zu informieren.